Am Palmsonntag wurden die Gläubigen eingeladen, im Laufe der Woche ihre Klagen und ihren Kummer sowie ihre Anliegen und Bitten auf kleine Zettel zu schreiben und in Anlehnung an die Klagemauer in Jerusalem in die Ritzen der Mauer zu stecken.
Bei den Gottesdiensten von Gründonnerstag bis Ostersonntag wurden die Bitten allgemein als letzte Fürbitte vor Gott gebracht. Auch das Hl. Grab wurde vor der Klagemauer aufgebaut und sollte darstellen, dass Jesus für die gesamte Menschheit gestorben ist und dabei alles Schwache, Sünd- und Fehlerhafte mit in den Tod genommen hat.
Doch der Tod und das Grab dürfen nicht das Ende sein. Am dritten Tag hat Jesus den großen Stein weggerollt und ist auferstanden. Das leere Grab mit der aufgebrochenen und blühenden Mauer soll zeigen: Jesus sprengt mit seiner Auferstehung alle Mauern und er bricht auch unsere Sorgen und Ängste auf. Er schenkt Freude und Hoffnung, Mut und Zuversicht.


